Fotografie als erzählter Raum
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Geboren 1969 in Wien, geprägt von Brüssel und Havanna. Heute lebt Lukas M. Hüller mit seiner Familie in Oggau am Neusiedlersee – und arbeitet dort, wo Geschichten entstehen: überall.
Seine Fotografien erzählen von Menschen, Situationen und Haltungen. Sie sind gebaut, nicht zufällig. Präzise inszeniert, mit einem wachen Blick für das Unscheinbare und einer Offenheit für das Unerwartete. Hüllers Arbeit bewegt sich zwischen Kunst und Auftrag – an jener Schnittstelle, an der visuelle Autonomie und konkrete Aussage einander schärfen.
Ausgebildet an der École Supérieure des Arts Visuels de la Cambre in Brüssel, arbeitet er seit den 1990er-Jahren konzeptionell und narrativ. Ihn interessiert das Sichtbarmachen von Beziehungen: zwischen Personen, zwischen Räumen, zwischen Menschen und den Systemen, in denen sie handeln – ob persönlich, gesellschaftlich oder unternehmerisch.
Sein fotografischer Stil oszilliert zwischen dokumentarischer Nähe und erzählerischer Konstruktion. Ein klassisches Bildverständnis, gespeist aus der Malerei, trifft auf die Möglichkeiten zeitgenössischer Fototechnik. Die Gigapixel-Technik wird dabei zum künstlerischen Werkzeug: extreme Perspektiven, große Tiefenschärfe und eine dichte Textur an Details öffnen Bildräume, die sich erst beim längeren Sehen entfalten.
Inspiriert von Film, Theater, Malerei und Musik – von Fellini bis Wes Anderson, von flämischen Altmeistern bis Magritte, von Gregory Crewdson bis zur Bühne – entwickelt Hüller eine eigenständige Bildsprache. Fotografien, die nicht erklären wollen, sondern erzählen. Und die bleiben.
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Photography as narrative space
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Born in Vienna in 1969, influenced by Brussels and Havana. Today, Lukas M. Hüller lives with his family in Oggau on Lake Neusiedl – and works where stories unfold: everywhere.
His photographs tell stories about people, situations and attitudes. They are constructed, not random. Precisely staged, with an alert eye for the inconspicuous and an openness to the unexpected. Hüller’s work moves between art and commission – at the interface where visual autonomy and concrete statement sharpen each other.
Trained at the École Supérieure des Arts Visuels de la Cambre in Brussels, he has been working conceptually and narratively since the 1990s. He is interested in making relationships visible: between people, between spaces, between people and the systems in which they operate – whether personal, social or entrepreneurial.
His photographic style oscillates between documentary proximity and narrative construction. A classical understanding of images, fed by painting, meets the possibilities of contemporary photographic technology. Gigapixel technology becomes an artistic tool: extreme perspectives, great depth of field and a dense texture of details open up image spaces that only unfold after prolonged viewing.
Inspired by film, theatre, painting and music – from Fellini to Wes Anderson, from Flemish old masters to Magritte, from Gregory Crewdson to the stage – Hüller develops his own unique visual language. Photographs that do not seek to explain, but rather to tell a story. And they linger in the mind.


